Rote Rosen alleine reichen nicht aus!

07. März 2020

Zum Internationalen Frauentag haben die Mitglieder der SPD wieder Rosen in Stephansposching am Rathausbrunnen verteilt. Mit der Aktion wollen sie daran erinnern, dass gerade die SPD für die Gleichstellung von Frau und Mann eintritt.

Internationaler Frauentag 2020-1

Im Jahre 1919 wurde in Deutschland das Wahlrecht für Frauen eingeführt. Erst nach 1969 wurde eine verheiratete Frau als geschäftsfähig angesehen. Das Bürgerliche Gesetzbuch schrieb bis 1977 vor, dass der Ehemann eine Beschäftigung der Frau erlauben musste. Bis 1. Juli 1958 hatte der Mann, wenn es ihm beliebte, den Anstellungsvertrag der Frau nach eigenem Ermessen und ohne deren Zustimmung fristlos kündigen können. In Bayern mussten Lehrerinnen zölibatär leben wie Priester – heirateten sie, mussten sie ihren Beruf aufgeben. Alles nicht mehr vorstellbar heute und doch ist vieles erst ca. 2 Generationen zurückliegend.
Aber immer noch gibt es viel zu tun. Zwischen der Entlohnung von Frau und Mann klafft immer noch eine große Lücke.
Frauen erhielten im Jahr 2019 durchschnittlichen einen Bruttolohn von 17,09 Euro, Männer wurden hingegen mit 21,60 Euro pro Stunde bezahlt. Nach wie vor bekommen Frauen damit ein Fünftel weniger Lohn als Männer. Auf diese Diskrepanz soll auch der Equal-Pay-Day aufmerksam machen, der in diesem Jahr am Dienstag, den 17. März 2020 stattfindet. Der Tag symbolisiert den Einkommensunterschied und markiert den Zeitpunkt im Jahr, bis zu dem Frauen quasi "umsonst" arbeiten. Deutschland steht im europäischen Vergleich nicht gut da. Nur in Estland und Tschechien ist der Gehaltsunterschied mit 25,6 und 21,1 Prozent noch etwas höher als bei uns.
Auch in der Führung der deutschen Elite Unternehmen ist die Gleichstellung längst nicht vollzogen. Nur jeder siebte Posten in einem DAX Vorstand ist mit einer Frau besetzt.
Wir, die SPD, setzen alles daran, dass bereits die nächste Generation ebenfalls sagen kann: "Das ist alles heute nicht mehr vorstellbar."

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