Ferienprogramm des SPD-Ortsvereins Stephanposching führt Kinder und Jugendliche ins Stadtmuseum Deggendorf

20. August 2026

Im Rahmen des Ferienprogramms organisierte der SPD-Ortsverein Stephanposching einen besonderen Workshop im Stadtmuseum Deggendorf: Unter dem Titel „Die Sell’sche Apotheke“ begaben sich die Poschinger Kinder und Jugendlichen auf eine spannende Reise durch die Geschichte der Pharmazie.

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Bereits zu Beginn erfuhren die Teilnehmer, dass eine Apotheke in Deggendorf erstmals im Jahr 1496 urkundlich erwähnt wurde. Auf einem historischen Bild wurde der ehemalige Standort der Sell’schen Apotheke am Stadtplatz gezeigt. Für zusätzliches Interesse sorgte eine Vase mit verschiedenen Heilpflanzen, die durch die Reihen gereicht wurde. Die Kinder durften erraten, um welche Pflanzen es sich handelte. Ein besonderer Höhepunkt war die originalgetreue Innenausstattung der Apotheke aus dem Jahr 1832, die heute im Stadtmuseum zu sehen ist. Als die Apotheke 1984 aufgegeben wurde, konnte das Museum die Einrichtung erwerben und damit ein Stück Deggendorfer Stadtgeschichte bewahren.

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Ob Tablettenmaschine, Destille oder Salbenmühle – die historischen Gerätschaften weckten die Neugier der jungen Besucher. Zahlreiche Fragen wurden gestellt und von Brigitte Revesz, die den Workshop leitete, anschaulich beantwortet. Im Verkaufsraum mit seinen zahlreichen Gefäßen für Kräuter, Wurzeln, Flüssigkeiten und weitere Zutaten erfuhren die Teilnehmer außerdem, dass Apotheker früher viele Heilmittel direkt vor Ort herstellten. Entsprechend umfangreich war die Sammlung an natürlichen Rohstoffen. Nach der Zeitreise durch mehrere Jahrhunderte wurde es schließlich praktisch: Die Kinder durften die Zutaten für ihre eigenen Badepralinen in der historischen Apotheke „einkaufen“. Anschließend stellten sie gemeinsam die Grundmasse her und verfeinerten diese mit ätherischen Ölen.

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Je nach Geschmack konnten die Badepralinen mit verschiedenen getrockneten Blüten dekoriert werden.

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Auch die Verpackung durfte natürlich nicht fehlen. Mit viel Kreativität gestalteten die Teilnehmer eigene Schachteln für ihre Badepralinen. Gut verpackt in einer Kühltasche wurden die kleinen Kunstwerke anschließend sicher nach Hause transportiert. Zum Abschluss wartete noch eine süße Überraschung: Bevor die jungen „Pralinenhersteller“ den Heimweg antraten, gab es für jeden ein Eis in der Eisdiele – eine willkommene Abkühlung nach einem abwechslungsreichen und lehrreichen Nachmittag.

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